Freitag, 29. Januar 2010

Poetic Spam...

Liebe Freunde, ich muss euch heute leider nochmal in die Pflicht nehmen und euch mit drei neuen lyrischen Gehversuchen von mir belästigen. Ich plane diese einzuschicken und bitte daher um ehrliche Kritik.

No1: Representing Solitude

A restless mind met a restless heart


Not becoming soulmates

but companions of thoughts.

Finding a shared pleasure in keeping the distance.

Nevertheless, inflamed by the idea

to build a bridge upon the ancient abysses

in themselves

with stones from their secret caves.

One goal, two ways.

His tendency to kill moments with his camera meets hers

to hide in order to save the will to reveal.

He wants to study.

She wants to feel.

She chosed him - the spectator- to watch a girl dying

and an animal rising.

An upgraded version of herself.

She is attracted by his strong taming arms

and always afraid of his mental fists.

The aim - seeking the sincere in an old game.

They are tripping around.

Bound by a common awareness that the present is building up the past.

They bought tickets for the same flight.

Uncertain, who will offer light and who will bite

in this jungle of meanings.

A loner and a sympathizer are orbitting.

Depending on movement to cope with the calmness.

No2: Verkannt / Verbrannt

Wie einst Prometheus das Feuer

von den Göttern stahl.

Hast du mich

meines Glaubens beraubt.

Ich überließ dir meinen Willen

Du hast mir Welten versprochen

und beides gebrochen.

All das was du gemeint

hast du vor dir selbst verneint
.

Noch blind vom vom Vertrauen

konnte ich das Feuer schon riechen.

No3: Abstoßendes Selbst


Mutter, sie will mich nicht

die Welt
.

Betrachte mein überflüßiges Selbst

im Verdruß ihres Überflußes.

Vater, nimm mich zurück.

Warum hast du nicht aufgepasst

auf den willkürlichen Erguß

deines Samens.

Laßt mich umkehren in Eure Leiber.

Ersehnte Rückkehr für erlebte Abwehr.

Ihr habt mich in der Nacht erschaffen

ein Mensch entstammend

aus der Liebe zweier Affen.

Ein Unfall des Gefallens

der nun umfällt.

Ein unbestelltes Biest eines Stelldicheins

das nun bellt

weil es niemanden gefällt.

Des Zufalls Frucht

auf der Flucht

vor dem Leben.

Fürs Streben

gänzlich ungeeignet.

Fluchen statt Suchen.

Beim Nichtstun verlor ich meine Unschuld.

Ihr habt es getan

und tragt dennoch keine Schuld für mich.

Es ist die eigene Ungeduld

die zum Nichtverstehen führt.

Hättet Ihr es nur nicht getrieben,

wäre ich doch bloß ein vager Traum geblieben.

Jetzt bin ich dieser Klumpen aus Fleisch und Blut.

Ohne Mut.

Das Vakuum in mir wiegt so schwer

bin kein Sklave und erst Recht kein Herr

höre und gehöre nicht

weder zu noch hin.

Bin nicht mit dem Hier verwoben

und nicht mit dem Jetzt verstrickt.

Empfinde keine Pflicht

kein Konjunktiv in Sicht.

Durch Euer Treiben angekommen

doch von der Welt nicht angenommen.

Keiner kann mich halten

beim Verwalten meines Unvermögens.

Kann die Anderen nicht bereichern.

Meine Gedanken versagen an den flachsten Furten

- allesamt sind sie Totgeburten.



Immer daran denken, dass hier das lyrische Ich Auskunft gibt und nicht ich. :)

2 Kommentare:

aufziehvogel hat gesagt…

siehe mail

robi hat gesagt…

ich finde das zweite am besten. am ehesten "catchy" (wenn man das bei diesem schweren stoff so nennen darf...)