Poetic Spam...
Liebe Freunde, ich muss euch heute leider nochmal in die Pflicht nehmen und euch mit drei neuen lyrischen Gehversuchen von mir belästigen. Ich plane diese einzuschicken und bitte daher um ehrliche Kritik.
No1: Representing Solitude
A restless mind met a restless heart
Not becoming soulmates
but companions of thoughts.
Finding a shared pleasure in keeping the distance.
Nevertheless, inflamed by the idea
to build a bridge upon the ancient abysses
in themselves
with stones from their secret caves.
One goal, two ways.
His tendency to kill moments with his camera meets hers
to hide in order to save the will to reveal.
He wants to study.
She wants to feel.
She chosed him - the spectator- to watch a girl dying
and an animal rising.
An upgraded version of herself.
She is attracted by his strong taming arms
and always afraid of his mental fists.
The aim - seeking the sincere in an old game.
They are tripping around.
Bound by a common awareness that the present is building up the past.
They bought tickets for the same flight.
Uncertain, who will offer light and who will bite
in this jungle of meanings.
A loner and a sympathizer are orbitting.
Depending on movement to cope with the calmness.
No2: Verkannt / Verbrannt
Wie einst Prometheus das Feuer
von den Göttern stahl.
Hast du mich
meines Glaubens beraubt.
Ich überließ dir meinen Willen
Du hast mir Welten versprochen
und beides gebrochen.
All das was du gemeint
hast du vor dir selbst verneint.
Noch blind vom vom Vertrauen
konnte ich das Feuer schon riechen.
No3: Abstoßendes Selbst
Mutter, sie will mich nicht
die Welt.
Betrachte mein überflüßiges Selbst
im Verdruß ihres Überflußes.
Vater, nimm mich zurück.
Warum hast du nicht aufgepasst
auf den willkürlichen Erguß
deines Samens.
Laßt mich umkehren in Eure Leiber.
Ersehnte Rückkehr für erlebte Abwehr.
Ihr habt mich in der Nacht erschaffen
ein Mensch entstammend
aus der Liebe zweier Affen.
Ein Unfall des Gefallens
der nun umfällt.
Ein unbestelltes Biest eines Stelldicheins
das nun bellt
weil es niemanden gefällt.
Des Zufalls Frucht
auf der Flucht
vor dem Leben.
Fürs Streben
gänzlich ungeeignet.
Fluchen statt Suchen.
Beim Nichtstun verlor ich meine Unschuld.
Ihr habt es getan
und tragt dennoch keine Schuld für mich.
Es ist die eigene Ungeduld
die zum Nichtverstehen führt.
Hättet Ihr es nur nicht getrieben,
wäre ich doch bloß ein vager Traum geblieben.
Jetzt bin ich dieser Klumpen aus Fleisch und Blut.
Ohne Mut.
Das Vakuum in mir wiegt so schwer
bin kein Sklave und erst Recht kein Herr
höre und gehöre nicht
weder zu noch hin.
Bin nicht mit dem Hier verwoben
und nicht mit dem Jetzt verstrickt.
Empfinde keine Pflicht
kein Konjunktiv in Sicht.
Durch Euer Treiben angekommen
doch von der Welt nicht angenommen.
Keiner kann mich halten
beim Verwalten meines Unvermögens.
Kann die Anderen nicht bereichern.
Meine Gedanken versagen an den flachsten Furten
- allesamt sind sie Totgeburten.
Immer daran denken, dass hier das lyrische Ich Auskunft gibt und nicht ich. :)
2 Kommentare:
siehe mail
ich finde das zweite am besten. am ehesten "catchy" (wenn man das bei diesem schweren stoff so nennen darf...)
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