Freitag, 26. März 2010

To whom it may concern.
Aufgestanden bin ich heute von selber um punkt 8 uhr. Die 4 Tage Arbeitswoche scheint starken Einfluss auf meinen Biorhytmus zu haben. Egal, umso besser, dann kann ich ja tausend Sachen machen heute. Kurz am Arsch gekratzt und dann ein spärliches Frühstück zubereitet. Zur Unterhaltung mache ich arte „tracks“ an, was ich gestern aufgezeichnet habe, weil ich lieber Harald Schmidt gucken wollte. Die Sendung ist eher schwach: Ian Brown, Japanischer Modequatsch, The Sonics und Amerikanische Action Filme. Danach noch ein bisschen rumlungern und durchzappen. Nur Bullshit. Ich raff mich auf und krame ein bisschen in der Wohnung rum: Abflüsse enthaaren (Öööäärrghh), Altpapier raus, Altglas raus. Im Hof erwartet mich ein Bombenwetter und zwei - geschätzt – 5 jährige Kinder, die bei einem Mercedes A-Klasse Sommerreifen aufziehen. Ich stutze etwas, aber die beiden scheinen zu wissen was sie tun. Die Menschen scheinen immer früher erwachsen zu werden. Nächster Punkt der Tagesordnung: Sport. Ich schlüpfe in Shorts und T-Shirt und renne (Gert würde sagen schleiche) 3 Runden durch den Hammer Park. Dieser hat ziemlich verschlungene, zahlreiche Wege: Deswegen verfranse ich mich ein paar mal. Das Laufen macht Spass. Viele Kinners und Frühblüher sind unterwegs an diesem Vormittag. Zuhause wird geduscht und dann sich noch ein zweites Frühstück eingeklinkt. Brot mit Käse. Käsebrot ist ein gutes Brot! Inzwischen ist es 12 Uhr, ich entmotte meine maritime, blau-weisse Sommerjacke und starte mit dem Fahrad in Richtung irgendwo hin. Erster Punkt auf der To-Do-Liste: Mein Lacoste-Flanell-Irgendwas-Polo muss zum Schneider, eine Naht ist aufgegangen. Ich probier es in meinem Kiez, aber der Laden, in den ich eintrete ist komplett chaotisch. Das ältere Paar grinst mich an und signalisiert mir, dass sie gerade zu machen. Also richtig zu. Für immer. Ich fahre also in Richtung Berliner Tor, wo ich einen scheinbar floriererenden Schneider finde. Ein Mann lässt sich gerade die Hose ändern und macht einen Scherz in meine Richtung im Sinne von: „Der Sommer kommt, ich geh mal davon aus, dass der Bauch noch kleiner wird“ Direkt in der Nähe ist die Lindenstrasse, in der mein Stammfrisör ansässig ist. Vielleicht eher Stammsalon, weil, obwohl ich schon 6 mal dort war (Bonusheft), mich immer eine andere Frisörin frisiert hat. Die „neue“ macht ihren Job sehr gut und ich lasse mir gleich den 2-Wochen Bart absäbeln. Mein Langhaarrasierer bringts nicht meht so richtig. Ich nehme meine Illustre Stadtpatie wieder auf und gurke über die Konrad-Adenauer- , dann Willy Brandt- nach St. Pauli, Feldstraße. Im Kleidermarkt finde ich fast auf Anhieb die von mir gesuchte Second – Hand Levis in Schwarz. Ich bin ein Levis-Typ. Ganz sicher. In der Umkleidekabine dängelt mein Handy und Ben erkundigt sich per SMS über etwaige Oster – Reisepläne. Berlin is the place to be, but we will see. Reimt sich. Hose bezahlen und noch mal rein in die Kabine weil ich neue Klamotten immer sofort tragen muss. Ich kaufe die ja nicht, um die dann den ganzen Tag im Rucksack umherzutransportieren! Nebenan erwerbe ich für sehr wenig Geld einen leckeren Kaffee und einen Muffin. Rauchen tue ich auch. Meine neue Frisur und Beinkleid steigern mein Selbstbewusstsein so ins Unermässliche, dass ich mit gutem Gewissen ein wenig Schulterblattszeneflaniererei in Angriff nehme und bei meinem Optiker reingehe, um meine Brille für den Frühling abstimmen zu lassen. Bisschen tiefer, breite Reifen, getönte Scheiben und so. Nein, nur ein bisschen straffer einstellen und säubern. Im Schulterblattgetümmel verliere ich kurz die Orientierung (schon zum zweiten Mal heute) und finde mein Fahrad nicht wieder. Jasmin! Ah, da isse ja die Gute. Ich setzte mich auf sie drauf und navigiere nach Südosten: Sternschanze, Dammtor, Alster. Jasmin entscheidet sich für die längere Route und etwas widerwillig lasse ich mich um die Aussenalster an den Villen vorbei kutschieren. Ein ganz schöner Schleif, bei dem ich mich entscheide, meine bescheidenen Erlebnisse in Textform zu bringen. Ich fange an den Tag zu rekapitulieren und finde schon erste Formulierungen. Diese zum Beispiel. Kurz vorm Hotel Atlantic biegen wir links ab und passieren St. Georg. Die letzte Station ist ein Penny Markt in Hamm, in dem ich (mein Fahrad muss leider draussen warten) Gemüse und Bier erwerbe. Beides wird zu Hause im Kühlschrank verstaut, ich starte meinen Computer, mache „Decleration Of Dependence“ von Kings Of Convinience an, drehe mir eine Zigarette und fange an zu schreiben.

19 Kommentare:

Christian hat gesagt…

ganz großes tennis.

robi hat gesagt…

du machst mich fertig, christian!

Christian hat gesagt…

was soll das denn heißen? mein kommentar ist jedenfalls vollkommen ernst gemeint. ok, am anfang gibt's ein zwei schwächen aber der rest rockt ja wohl mal mal mal mal mal mal mal............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

robi hat gesagt…

ok. cool.

Christian hat gesagt…

was das denn jetzt hier, noch wach und trotzdem zu hause????????

robi hat gesagt…

das könnte ich dich auch fragen und mache es auch.

Christian hat gesagt…

ja, sinnlos. war ein bisschen unterwegs, dann haben sich die touristen beim döner-typ vorgedrängelt und da hatte ich dann echt keine lust mehr..

Christian hat gesagt…

sinnlos - leute!

robi hat gesagt…

stimmt. für sowas benutzt man heute icq oder twitter oder skeip oder leck mich am arsch.

Christian hat gesagt…

leck mich am arsch ist das stichwort. eigentlich für alles. für unerfüllte sexualpraktikträume, für unverständliche unhöflichkeiten, für receiver, die keinen phono-eingang haben, ... ich könnte ewig weiter machen. aber was war denn in der hansestadt los heute arsch, ehhh abend?

robi hat gesagt…

kurzer exkurs mit kollegin.
dann lonely absacker in der kleinraumdisko. jetzt mandeln futtern.

Christian hat gesagt…

kolleginen - schwieriges thema. ungefähr so unfassbar, wie barfrauen aus kassel hinter berliner clubtheken und deutscher hip hop aus den boxen des laptops um 02:08 und nicht um 18:09, wie es uns der blogg glauben lassen will..

robi hat gesagt…

ja komisch, hab ich auch schon gemerkt. aber berlin is eh andere zeitzone. 80s.

robi hat gesagt…

bei mir laufen übrigens die beginner! city blues!

Christian hat gesagt…

80s - das ist ja dann unser jahrzehnt, wa! hey, träum am besten nicht von deiner kollegin, hab aber trotzdem eine schöne nacht - peace. und nächstes wochenend treffen wir uns alle in new york hab' ich gehört! cheers, bis dann. oder vorher..

robi hat gesagt…

word!

antschii hat gesagt…

rob, danke für den den tollen tach mit dir!

antschii hat gesagt…

interessiert eigentlich jemanden, was so passiert wenn man tonnen an ingwer kaut, um den hals taub werden zu lassen????

antschii hat gesagt…

und was ist das für ne zeitzone hier? fuck!
bei mir ist´s grad 11:33 uhr!