Sonntag, 15. April 2012
PARADOX:Nicht allein die Politik, auch ihr verhindertes Gegenüber, die Liebe, liegt im Widerspruch zu sich. Wir können beide nicht veräußern und sie nicht in uns (er)tragen. Nicht weniger müssen wir sie wählen, wenngleich uns die Wahl nicht bleibt, getaucht in einen fremden Tod, den wir sterben. Vielleicht schauen wir ihm unlängst zu, aber diese Einsicht bleibt uns nicht. Wir werden ihn durchsteigen, aber nicht begleiten. Wir sind als Handelnde gesetzt, dafür aber nicht qualifiziert, so wie die Gesellschaft um uns herum sich nicht befreien will, ohne zu zerfallen in Bruchstücke, die als Flüchtlinge oder Avantgarden in einen Raum driften, der sich unendlich einholt und uns mit unseren Ahnen vereint:ANKUENDIGUNG
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4 Kommentare:
Da man in der Regel mehr an Kritik als an Lob wächst, verstehst Du die folgenden Zeilen hoffentlich als gut gemeinten 'Freundschaftsdienst':
Vielleicht solltest Du aus der 'Ankuendigung' eine 'Verkündigung' machen.Dann hätte ich das Paradox entdeckt und könnte ihm mit 'postmoderner Wanderpredigt" eine Bezeichnung zukommen lassen.
Womöglich lohnt es sich, dieses 'Berkes-Traktat' zu verstehen, nur bietet mir der Text nicht genug einladenden Anlass mit ihm in einen gedanklichen Dialog zu treten. Wäre er ein Mensch, ich fände ihn unhöflich und arrogant. Elegante und weniger elegante Worthülsen reihen sich 'hübsch komplex' aneinander, ob sie auch denkerische Substanz in sich tragen kann ich nicht beurteilen, denn, was der Text mir nicht erklären will:
Warum ist die Liebe das "verhinderte Gegenüber der Politik"? (Wer hat das festgestellt bzw. aus welcher Betrachtung heraus?)
Welches Wir und wessen Wahrheit soll hier global verwendet werden ?
Was soll den Tod "durchsteigen" bedeuten?
Wovon kann sich die Gesellschaft (nicht) befreien?
Und wann war Gesellschaft denn jemals eine Entität, die nun zerfällt?
Was ist ein Raum, der sich unendlich "einholt"?
Solange der Text sich weder vorstellt als Ergänzung zu bestimmten Theoretikern noch mir eine eigene Einführung in seine Begrifflichkeiten gewährt, kann ich in ihm nur einen Mystiker sehen, der Freude daran findet, einen Philosophen darzustellen.
das ist eine ankündigung (!) für eine kleine publikation die ich plane. wenn ich das recht überblicke, wird diese dann auch deine fragen beantworten oder zumindest behandeln.. ernsthaft denkerische äußerungen sehen auch bei mir anders aus. "why so serious", welcher philosoph schreibt schon klappentexte?!
Erst mal freue ich mich natürlich darüber, dass all die Begriffe und Thesen nicht so nackt und nebulös stehen bleiben. Meine scharfe Rhetorik ist wahrscheinlich in erster Linie ein Versuch etwas gegen den 'Jargon des langweiligen Abnickens und des verbalen Kopfstreichelns' zu unternehmen. Der pompöse Auftritt Deines 'Inkognito-Klappentextes' mit all dem ihm inhärenten Pathos lädt natürlich besonders dazu ein. Der Philosoph entscheidet sich wohl weniger an der Form des Textes und mehr an der Fragestellung. Ich jedenfalls bin gespannt auf die kommende berkische Abhandlung und hoffe, dass die 'Longversion' sich dann auch ihrem Leser zeigen und nicht verbergen möchte.
Its one of the nice post which I really like a lot. Looking forward to reading your next post.
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